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syntax abc

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syntax

Unsichtbar, dafür essentiell. Das Fluidum, das aus Buchstaben sinnstiftende Worte und Sätze schafft. Architektur ist keine Freundin großer Worte, sie setzt lieber auf geometrische Formen. syntax begreifen die Architektur als Disziplin, die analog zur Sprache aus verschiedenen elementaren Bausteinen unterschiedlichste Projekte von großer Vielfalt und Komplexität entwickeln kann. Keines gleich, jedes anders. Je nach Situation und Entstehungsgeschichte.

Aquafix

Leicht reißbares, dünnes, halbdurchsichtige Papier, das sich in mehren Lagen übereinander legen lässt, die unteren Skizzen bleiben sichtbar. Auf Aquafix kann man Entwürfe schichtweise gemeinsam zeichnerisch-diskursiv entwickeln. Materiell ist es eine Kreuzung aus Seiden-, Butterbrot- und Japanpapier. Die einen lieben es. Für sie ist es Ursprung der Architektur. Die anderen schwören auf digitale Medien. Für sie ist es restlos überholt. Und viel zu teuer für ein Stück Restmüll.

Charakter

Viele Köche mögen den Brei verderben, viele Charaktere mit ihren spezifischen Eigenschaften bereichern ein Team. Vielfalt wird bei syntax groß geschrieben. Diversität ist wichtig, das biologische Gleichgewicht im Büro-Biotop auch. syntax wollen eine Atmosphäre schaffen, die Wachstum ermöglicht. Persönlich und fachlich. Achtsamkeit im Umgang, Liebe zur Architektur und Ehrlichkeit bilden die charakterliche Basis jedes Teamplayers.

Galatea

Als Meeresbewohnerin ziert die liebliche Nymphe aus der griechischen Mythologie viele Brunnen. Auch syntax haben eine wohlgeformte Galatea mit Muschel im Garten stehen. Die üppig ausgestattete Szenerie im eingefärbten Betonguss ist eine wegweisende technologische Novität der Weltausstellung 1873. Der Portlandzement von damals ist der Stahlbeton von heute: eines der häufigsten und leistungsfähigsten Baumaterialien. Die Bedeutung dieses Brunnens blieb nicht unbemerkt. Er steht unter Denkmalschutz und wurde kürzlich aufwendig restauriert.

Gelbes Brett

Schaltafel für Beton, auch „Doka-Platte“. Wer Produktwerbung meiden will, sagt „Gelbes Brett.“ An der Wand der syntax-Lounge wird es Kunst. Eine Cover-Version des „Schwarzen Quadrat“ von Kasimir Malewitsch. In Abgrenzung zur platten Kopie, zum Architekten-Schwarz und als Bekenntnis zur Lieblingsfarbe von Martina Barth Sedelmayer ist es gelb und rechteckig. Als „Readymade“ ist es nicht von Duchamp, dafür original syntax – und als Präsentationstafel für weiße Modelle nutzbar.

Handschrift

Für Graphologen der Schlüssel zum Charakter. Im Feld der Star-Architektur als Instrument zur raschen Zuordenbarkeit der Autorenschaft sehr verbreitet. Je stärker das Label – stromlinienförmig, kantig, dynamisch, ökologisch, Sichtbeton, Holz, Stahl, Glas – umso höher der Marktwert. Die Handschrift von syntax bewegt sich nicht im Vordergründigen. Ihre Schreibunterlage ist die gewissenhafte Auseinandersetzung mit Bauplatz, Bauherren, Bauaufgabe. Das Resultat: maßgeschneidert.

Idee

Kommen selten allein, sollten aber letztlich schlagend sein. Im Fall von syntax haben sie immer zwei Väter und eine Mutter, die ihre Baby-Ideen nach dem Schlüpfen in die Büro-Gehschule stecken. Dort werden sie vom Team porträtiert, analysiert, frisiert, kommentiert, manchmal auch gefüttert. Denn sie nähren sich vom Feedback. Die Idee, die aus dem Kreuzfeuer der Kritik gestärkt hervor gegangen ist, wird dann schlagend.

Kaffee

Kraftstoff für die grauen Zellen und Nerven aller Mitglieder des syntax-Büros. Nachhaltig und hochwertig. Ihr Kaffee ist fair trade, ein starker Mocca von Naber, die Kaffeemaschine eine Nivona, echte Schweizer Qualität. Weil man sie gut reparieren kann, hat sie ein für ihresgleichen fast methusalemisches Alter erreicht. Noch immer macht sie hervorragenden Kaffee und flockigen Milchschaum. Hohe, dickwandige Tassen aus Italien, die eigens vorgewärmt werden, vollenden den Genuss.

Kämpfer

Kein Gebäude ohne Kämpfer. Man trifft sie gehäuft in und über Fenstern. Ihre Kraft liegt in der Ruhe. Sie zeigen sich stets in der Horizontalen. So kommen sie den vertikalen Lasten in die Quere. Starke Kämpfer überbrücken Fensteröffnungen, halten souverän die Spannung und den Blick frei. Zart gebaute schaffen den Spagat zwischen Oberlichte und Fensterflügeln. Auch Architekten kämpfen. Um die möglichst große Übereinstimmung von Plan und Bau.

Lounge

Ein besonderer Raum mit bequemen Sitzmöglichkeiten, der etwas gleich schaut. Oft in Hotels, Flughäfen und Bahnhöfen anzutreffen. Exklusiv für alle, die erster Klasse reisen. Die syntax-Variante davon ist Raum mit Couch, Präsentationsdisplay und Besprechungstisch. Hier finden exklusive Präsentationen mit Bauherren und Baufrauen in entspannter Atmosphäre statt. Denn Lounge und lungern sind einander sehr nah.das syntaxABC

NestWerk

Bauen ist ein hartes Pflaster. Grundstückspreise explodieren, Bauträger scheuen das Risiko. Sie wollen Häuser realisieren, die am Markt gefragt sind. Wo der Rechenstift regiert, bleibt die Architektur auf der Strecke. Statt dessen: Vollwärmeschutz, Lochfassade, Grundrisse von der Stange. syntax schwebte ein Nest vor. Ein Ort der Geborgenheit, natürlich und naturnah. Sie nahmen die Sache selbst in die Hand: als Bauträger und Architekten in Personalunion.

Ping-Pong

Volkstümliche Bezeichnung für Tischtennis, das kompakte Miniaturformat von Tennis. Synonym für den dialogischen Entwurfsprozess von syntax. Sie spielen das „Ringerl“. Ihre Mindestbesetzung sind drei Beteiligte, das heißt: mehr Beweglichkeit und Dynamik. Mitunter steigen auch Bauherren und Auftraggebende ein. Sie reagieren auf den Ball, den syntax ihnen zugespielt hat. Dieses Ping-Pong dient dazu, die Entwurfsidee zu schärfen und in die richtige Spur zu bringen.

Reise

Reisen erweitern die Perspektive, bei syntax naturgemäß die auf Architektur. Ihre Exkursionen führen zu spannenden Bauten. Oft macht sich das ganze Büro auf den Weg über die Grenze – das erweitert die Perspektive auf die KollegInnen und erhöht den Zusammenhalt. In heimischen Gefilden werden eigene Projekte gemeinsam begutachtet, das erhöht den Bezug zur Arbeit. Auch am Beginn der Bürogründung stand eine Reise: Alexander Spauwen verließ die Niederlande und landete bei syntax.

Rezept

Nicht unbedingt nötig für den spontanen Mittagstisch im syntax- Büro. Der/die erste, dessen/deren Magen knurrt, kocht. Spaghetti mit Pesto oder Pizza im Karton sind verlässliche Indikatoren dafür, dass der Abgabetermin für einen Wettbewerb naht. Weniger Stress bedeutet bessere, frisch gekochte Mahlzeiten. Auch in der Architektur verlassen sich syntax nicht auf Rezepte. Jedes Projekt fordert andere planerische Ingredienzen ein.

Seelsorge

Fällt im allgemeinen Verständnis in den Zuständigkeitsbereich von Kirche und Religion. Architekturschaffende, die auf beseelte Architektur abzielen, sind permanent mit Seelen konfrontiert. Nur beseelte Architektur ist wahr, schön und gut. Sie setzt den Seelenfrieden der Bauherrenschaft voraus und eine feine Wahrnehmung für die Seele in den Dingen. Das Wesen von Architektur und Landschaft sollte harmonieren. Auch Materialien wollen miteinander schwingen.

Spatenstich

Jede Baustelle, die auf sich hält, beginnt mit einem Spatenstich. Je mehr Prominenz, umso mehr Spaten. Das ist symbolträchtig und fotogen. Bäume sind auf Baustellen unerwünscht. Mike Barth von syntax liebt Pflanzen. Sein Spatenstich kommt dem Bagger zuvor, um einige zu retten. Behutsam setzt er sie in seinem Garten wieder ein. Der dortige Monkey Puzzle tree war einem großen Projekt von Richard Rogers im Weg. Er wächst nun in Mikes Garten weiter.

Türklinke

Der erste Eindruck zählt, im Architekturdetail trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Klinke der Tür ins syntax-Büro ist eine Rarität, sie wird nicht mehr produziert. In ihr manifestieren sich vornehmes Understatement und ein großes Versprechen. Sir Norman Foster hat sie designt, in seinem Londoner office machte Martina Barth Sedelmayer ihre Bekanntschaft. Über Ästhetik lässt sich streiten, darüber, wie eine Klinke in der Hand liegt, nicht. Diese spricht für sich.

Widmung

Flächenwidmung: Raumplanerische Vorgabe über die Bestimmung eines Grundstücks als Grünland, Verkehrsfläche, Bauland – also Wohn- Gewerbe-, Industrie-, Agrargebiet. Die Bauordnung widmet sich der Bauhöhe, Bauweise, Bauform, Bebauungsdichte. Die Widmung entscheidet also über Bauen oder nicht Bauen. Auch Architektur oder nicht Architektur ist eine Frage der Widmung. Der Widmung für den Bauherrn, die innovative Auslegung der Widmung, den widmungsvollen Umgang mit der Behörde.